Ninja Tune Records – Das Londoner Label, das Independent Electronic Music definierte
UK Bass & Electronics · Aktualisiert Mai 2026
Ninja Tune wurde 1990 in London von Coldcut – Matt Black und Jonathan More – gegründet und hat sich seitdem zum wichtigsten unabhängigen Electronic-Music-Label im Vereinigten Königreich entwickelt. Das Künstlerverzeichnis umfasste über drei Jahrzehnte Bonobo, Floating Points, Bicep, Caribou, Actress und Dutzende andere, die den Sound der unabhängigen elektronischen Musik Großbritanniens prägten.
Ursprünge: Coldcut und die unabhängige Vision
Coldcut gründete Ninja Tune speziell, um nach negativen Erfahrungen mit Major Labels die Kontrolle über ihre eigene Musik zu behalten – eine Entscheidung, die das Label zu einem der kreativsten unabhängigen Unternehmen in der britischen Musikwelt machte. Die frühe Ninja Tune Ästhetik war geprägt von Trip-Hop, Downtempo und dem abstrakten Hip-Hop-Sound, der gleichzeitig in Bristol und London entstand: Funki Porcini, Hex und die frühen Coldcut-Platten etablierten eine Vorlage für samplebasierte Musik mit Jazz- und Weltmusikeinflüssen, die die Veröffentlichungen des Labels für das folgende Jahrzehnt prägen sollte. Die visuelle Sprache der frühen Veröffentlichungen – Grafikdesign von Me Company und anderen – war so unverwechselbar wie die Musik: Die Ästhetik von Ninja Tune war im gesamten Katalog so erkennbar, wie es nur wenige unabhängige Labels geschafft haben.
Das aktuelle Künstlerverzeichnis
Bonobo kam 2003 zu Ninja Tune und entwickelte sich zum kommerziell erfolgreichsten Künstler des Labels – Migration (2017) gewann den Grammy für das beste Dance/Electronic Album. Floating Points' Debüt Elaenia (2015) brachte Jazz-elektronische Komplexität in das Verzeichnis. Bicep's Debüt (2017) und Isles (2021) erreichten beide die Spitze der UK Albums Charts. Caribou ist für wichtige Veröffentlichungen im Vertriebsnetz des Labels. Die Breite des zeitgenössischen Ninja Tune-Katalogs – vom Ambient-Jazz von Floating Points bis zum Rave-Electronic von Bicep – spiegelt eine kuratorische Intelligenz wider, die die ursprüngliche Trip-Hop-Ästhetik des Labels erweitert hat, ohne seine Identität zu verlieren.
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Alle ansehen →Das Vermächtnis von Ninja Tune
Ninja Tunes Beitrag zur elektronischen Musik Großbritanniens ist sowohl institutionell als auch künstlerisch – das Label zeigte, dass unabhängige elektronische Musik gleichzeitig kommerziell erfolgreich, von Kritikern anerkannt und formal experimentell sein konnte. Der Ninja Tune-Katalog ist eine der konstant hochwertigsten Sammlungen von Veröffentlichungen in der britischen Musik. Für Künstler aus dem Ninja Tune-Verzeichnis, stöbern Sie in Bonobo, Floating Points, Bicep und Caribou – alle im Shop.



