Massive Attack Alben-Ranking — Die komplette Diskografie
Massive Attack haben in drei Jahrzehnten sechs Studioalben veröffentlicht, von denen jedes eine eigenständige Aussage innerhalb eines kohärenten ästhetischen Projekts darstellt. Das folgende Ranking spiegelt den kritischen Konsens, den kulturellen Einfluss und den Wiederspielwert wider und nicht den kommerziellen Erfolg – obwohl mehrere dieser Alben sowohl kritisch dominant als auch kommerziell bedeutsam waren.
1. Mezzanine (1998) — Der Höhepunkt
Das dunkelste, schwerste und kohärenteste Massive Attack Album. Mezzanine entstand unter Bedingungen interner Konflikte – 3D und Daddy G sprachen kaum miteinander – und diese Spannung durchzieht jeden Track. Die Gitarrensamples sind schwerer als alles auf früheren Platten; die Atmosphären sind dunkler; Tracks wie „Teardrop“, „Angel“ und „Risingson“ operieren auf einem Niveau kinematischer Ambition, das die Band seither nicht mehr erreicht hat. Liz Frasers Beitrag zu „Teardrop“ ist eine der besten Gesangsleistungen in der britischen Musik. Das definitive UK Trip-Hop Album.
2. Blue Lines (1991) — Der Ursprung
Das Debütalbum, das ein Genre schuf. Blue Lines führte das Konzept ein: Hip-Hop-Rhythmusarchitektur, Dub-Bassgewichte, Soul- und Jazz-Sampling, Gastvokalisten, die eher einrahmten als dominierten. Tricky, Shara Nelson und Horace Andy lieferten jeweils Darbietungen ab, die ihre Assoziationen mit der Gruppe prägen sollten. „Safe From Harm“ und „Unfinished Sympathy“ gehören nach wie vor zu den am vollständigsten realisierten Tracks der britischen elektronischen Musik.
3. Protection (1994) — Die Konsolidierung
Leicht leichter im Ton als das, was folgte – Protection ist das zugänglichste Massive Attack-Album, und die Zusammenarbeit mit Tracey Thorn beim Titeltrack ist einer der großartigsten Pop-Momente im Katalog. Musikalisch liegt es zwischen dem Hip-Hop von Blue Lines und der Dunkelheit von Mezzanine und erforscht R&B- und Soul-Gebiete mit mehr Geduld als beide.
4. Heligoland (2010) — Die Rückkehr
Zwölf Jahre nach Mezzanine erschien Heligoland in einem anderen kulturellen Moment und stieß auf geteiltere Kritikerstimmen. Die Kollaborationen – Hope Sandoval, Martina Topley-Bird, Damon Albarn, Tunde Adebimpe – sind tadellos, und mehrere Tracks („Splitting the Atom“, „Paradise Circus“) erreichen den Standard früherer Werke. Aber es fehlt Mezzanines singulärer Fokus.
5. No Protection (1995) — Das Remix-Album
Mad Professors Dub-Rekonstruktion von Protection ist mehr als ein gewöhnliches Remix-Album – es ist eine eigenständige, kohärente künstlerische Aussage, die die Protection-Tracks von Grund auf neu aufbaut, durch die Linse der jamaikanischen Dub-Tradition. Unverzichtbar für jeden, der sich für die Bassmusik-Grundlagen des Sounds von Massive Attack interessiert.
Häufig gestellte Fragen
Wofür sind Massive Attack am bekanntesten?
Mezzanine und Blue Lines – und die Single „Teardrop“, die als Titelsong der TV-Serie House M.D. weltweit bekannt wurde. Außerdem für die grundlegende Rolle bei der Schaffung des Trip-Hop als anerkanntes Genre.
Sind Massive Attack noch aktiv?
Ja – sie treten weiterhin live auf und veröffentlichen Material, obwohl Studioalben selten erscheinen. 3D (Robert Del Naja) war in den letzten Jahren am öffentlichsten sichtbar.