Jamie xx – Sound, Identität und die emotionale elektronische Tradition

Jamie xx — Sound, Identity und die emotionale elektronische Tradition

UK Bass & Electronics · Aktualisiert Mai 2026

Jamie xx ist das Projekt von Jamie Smith, einem Mitglied von The xx, dessen Soloarbeit zu einem der wichtigsten Produktionswerke in der zeitgenössischen britischen elektronischen Musik geworden ist. In Colour (2015) auf Young Turks ist das prägende Werk des Post-Dubstep und emotionalen Club-Raums – ein Album, das sich zwischen Trauer, Euphorie und Dancefloor-Funktionalität bewegte, ohne zwischen ihnen zu unterscheiden.

Der Sound von Jamie xx

Smiths Produktionshintergrund – er war Co-Autor und Produzent aller drei xx-Alben neben seiner Soloarbeit – verschaffte ihm ein Verständnis für Songstrukturen und emotionale Zurückhaltung, das seine Arbeit von Produzenten unterscheidet, die allein durch das DJing zur elektronischen Musik kamen. In Colour (2015) wandte diese Sensibilität auf ein Album an, das House, Grime, UK Bass und Steelpan-Samples in einer Sequenz vereinte, die sich sowohl formal rigoros als auch völlig spontan anfühlte. „Loud Places“ mit Romy und „I Know There's Gonna Be (Good Times)“ mit Young Thug und Popcaan repräsentierten die emotionalen und kommerziellen Höhepunkte – Tracks, die gleichzeitig im Radio, auf dem Dancefloor und beim Hören zu Hause funktionierten. Seine Produktionsarbeit für Rihanna, Drake und andere zeigte dieselbe Qualität: eine Zurückhaltung, die den emotionalen Inhalt eher präsenter als weniger präsent machte. Referenztrack: „Loud Places“.

Jamie xx und die britische Clubkultur

Smiths DJ-Karriere hat sich parallel zu seiner Produktionsarbeit entwickelt – Fabric-Residenzen, Boiler Room-Auftritte, eine Buchungsgeschichte, die intime Clubnächte und Festival-Headliner-Slots umfasst. Sein DJ-Ansatz spiegelt denselben Geschmack wider, der In Colour kohärent machte: die Bereitschaft, Material aus dem gesamten Spektrum der britischen und internationalen elektronischen Musik zu spielen, ohne einem Set eine generische Kohärenz aufzuzwingen. Er hat Burials Musik öffentlich gefördert, und seine ästhetische Schuld an den Post-Dubstep-Raum ist in jedem Aspekt der In Colour-Produktion sichtbar. Four Tet und Smith sind die beiden Produzenten, die das Versprechen des Post-Dubstep-Moments am vollständigsten eingelöst haben – Musik, die gleichzeitig emotional direkt und formal abenteuerlich war.

Warum Jamie xx 2026 wichtig ist

In Colour wurde zu einem der meistgestreamten elektronischen Alben der 2010er Jahre und führte die britische elektronische Musik einem Publikum vor, das sich zuvor nicht mit der Clubkultur beschäftigt hatte, die sie hervorgebracht hat. Smiths zweites Soloalbum We're New Here (eine Zusammenarbeit mit Gil Scott-Herons Musik) und seine fortgesetzte Produktionsarbeit haben seine Präsenz im Zentrum der britischen elektronischen Musik aufrechterhalten. Für Künstler, deren Ästhetik der von Jamie xx am nächsten kommt – emotional direkt, Post-Club, formal intelligent – stöbern Sie in den Kollektionen von Burial, Four Tet und Fred again...


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